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Den Spiess gerade noch gedreht

Lange befanden sich die Stäfner gegen die Yellow/Pfadi Espoirs auf der Verliererstrasse. Acht Minuten vor Schluss lagen die Gäste in Winterthur noch mit zwei Toren zurück. Dank Treffern der Routiniers setzte sich der Seeklub aber noch 29:28 durch.
«Wir hatten sicher das glücklichere Ende auf unserer Seite», atmete Mike Felder nach dem Schlusspfiff auf. Das Problem aus der Sicht von Stäfas Assistenztrainer war, dass sich die Gäste von der langsamen Spielweise Yellows anstecken und einschläfern liessen. So fand der Tabellenzweite gegen den -neunten nie zu seinen Stärken. Letztlich waren es die Tore von Armin Sarac und Nicola Brunner, welche die Wende zu Gunsten des Seeklubs brachten.
Hilfreich sei auch die Manndeckung auf Patrice Bührer in den letzten zehn Minuten gewesen, befand Felder. «Über ihn lief das ganze Spiel.» Auch dank dreier Tore des Regisseurs, der im NLA-Vorspiel zwischen Pfadi Winterthur und dem BSV Bern in der Schlussphase zum Einsatz gekommen war, hatten sich die Gastgeber gleich nach dem Seitenwechsel auf 16:14 abgesetzt. Diesem Rückstand rannten die Stäfner bis kurz vor Schluss nach.

Murbachs Paraden
In der entscheidenden Phase entschärfte Goalie Patrick Murbach, dem schon in der ersten Halbzeit ein Dutzend Paraden gelungen waren, einige Bälle. «Und vorne nahm Moritz Bächtiger das Spiel in die Hand», fand Felder lobende Worte für den erst 19-jährigen Spielmacher.
Mit diesem Sieg zementierten die Stäfner Platz 2. Da Verfolger Fortitudo Gossau in Kreuzlingen verlor, beträgt das Polster nun zwei Punkte.

Telegramm
NLB: Yellow/Pfadi Espoirs - Handball Stäfa 28:29 (12:13)
Axa Arena. 80 Zuschauer. SR: Hennig/Meier. - Torfolge: 0:1, 3:2, 3:4, 6:4, 6:6, 8:7, 10:9, 10:11, 12:13; 16:14, 18:17, 20:20 (44.), 23:20 (49.), 24:23, 25:23, 25:25, 26:25 (55.), 26:28 (58.), 27:28. - Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Yellow/Pfadi, 6-mal 2 Minuten gegen Stäfa. - Stäfa: Murbach (14 Paraden)/Frei (38. bis 52./1); Bleuler (1), Bächtiger (2), Affentranger, Ardielli (4), Maag (1), Vernier (3), Brunner (3), Sarac (5), Leopold (4), Barth (3), Fukuda (3), Gretler. - Bemerkungen: Stäfa ohne Schwander (krank) und Zimmermann (verletzt). Time-outs: Yellow/Pfadi (28./10:11, 50./23:21, 58./26:28); Stäfa (15./6:4, 46./22:20, 60./28:29). 38. Heer hält Penalty von Sarac (17:15). 57. Bührer verwirft Penalty (26:27).

1920 NLB yellow