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Zwei Junioren schaffen den Sprung ins NLB-Kader

Zwei Rückkehrer, zwei eigene Junioren und ein Neuling stehen in der NLB-Saison 2020/21 bei Handball Stäfa neu unter Vertrag.

Aus der eigenen Nachwuchs-Abteilung wurden Tim Schmidt und Laurin Rinderknecht mit einem 2-Jahresvertrag ausgestattet. Der 17-jährige Rinderknecht ist Spielmacher von Stäfas U19-Elite-Team. Er blickt zudem auf acht Einsätze mit der Schweizer U17-Auswahl und deren fünf mit dem U19-Nationalteam zurück, welchem auch Teamkollege Noam Leopold angehört.

Ein altbekannter Name

Der Name Schmidt dürfte einigen langjährigen Stäfner Fans im Zusammenhang mit dem Fanionteam bekannt sein. In der ersten NLA-Saison der Vereinsgeschichte spielte Marc Schmidt 1999/2000 im rechten Rückraum des Seeklubs. Sein eben 19 Jahre alt gewordener Sohn Tim ist ebenfalls Linkshänder. Er soll am rechten Flügel zusammen mit Francesco Ardielli und Lukas von Dach die Lücke füllen, welche durch Nicola Brunners Rücktritt entstanden ist.

«In den zwei Monaten vor dem Lockdown konnte ich bereits mit dem NLB-Team trainieren und das hat viel Spass gemacht», sagt Tim Schmidt, der in der abgebrochenen Saison vornehmlich mit den U19-Elite-Junioren spielte, aber auch zu neun Einsätzen mit der 2. Mannschaft von Handball Stäfa in der 2. Liga kam. Verbessern will der Linkshänder seine Konstanz. «Und neue Wurfvarianten kann ich auch noch einige lernen», ergänzt der 19-Jährige, der im letzten Lehrjahr als Informatiker steht. Wie er in der aktuell ausserordentlichen Lage im Sommer die LAP zu absolvieren hat, weiss er noch nicht – ebenso wenig, wie es danach beruflich weitergehen soll. Seine militärische Aushebung wurde jedenfalls schon einmal verschoben.

Dank Perisas Kontakten

Das neue Gesicht auf dem Frohberg gehört Stefan Lütscher. Der 27-jährige Kreisläufer spielte in der Saison 2018/19 in der 1. Liga für Einsiedeln, in der abgebrochenen Spielzeit in Kloten. Zum Handball gekommen war Lütscher, der in Freienstein aufwuchs, wegen seiner Schwester Martina, einer ehemaligen RA-Spielerin. Da war er schon 17, hatte sich zuvor schon in diversen anderen Sportarten versucht. Als sich sein Stammverein Rorbas mit Kloten zu einer Spielgemeinschaft zusammenschloss und der Aufstieg von der 2. in die 1. Liga realisiert wurde, stiegen auch Lütschers Ambitionen. «In Stäfa erhalte ich nun die Möglichkeit, auszureizen, was ich zu leisten im Stande bin», sagt der 1,96 m grosse Defensivspezialist. Der Kontakt zu Handball Stäfa entstand über den LK Zug. Dort spielt Jacqueline Hasler-Petrig, die Lütschers Schwester aus gemeinsamen Zeiten in Einsiedeln kennt. Torhütertrainer im SPL-1-Team aus der Zentralschweiz ist Stäfas Teammanager Daniel Perisa. Stefan Lütscher, der seit Februrar in Rapperswil-Jona als Sozialarbeiter tätig ist und in Wallisellen wohnt, überzeugte im Probetraining. «Jetzt kann ich quasi auf dem Heimweg ins Training, das passt perfekt», sagt der Neuzuzug.

Zwei Rückkehrer

Zwei in Stäfa bekannte Gesichter sind Gulliver Stocker und Jonas Affentranger. Der dem eigenen Nachwuchs entsprungene Stocker bestritt von 2014 bis 2017 bereits 68 Partien für das Stäfner Fanionteam. Nun kehrt der 24-jährige Rückraumspieler von Erstligist Uster auf den Frohberg zurück. Sein Comeback in Gelbschwarz hat Jonas Affentranger bereits in den ersten Monaten dieses Jahres gegeben. Der bald 31-jährige Rückraumspieler fand nach überstandener Schulteroperation den Tritt wieder und verpflichtete sich für eine weitere Spielzeit. Der Limmattaler stand bereits von 2011 bis 2015 in Diensten des Seeklubs und absolvierte damals 128 Partien. 2017/18 spielte Affentranger für Horgen in der Nationalliga B, im Jahr darauf für die SG Wädenswil/Horgen.

«Mit diesen fünf Verpflichtungen ist unsere Kaderplanung für die Saison 2020/21 grundsätzlich abgeschlossen. Wir sind überzeugt, damit die richtige Basis für eine erfolgreiche Zukunft von Handball Stäfa gelegt zu haben», lässt sich VR-Präsident Christian Rieger zitieren.

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Verstärkt Handball Stäfa am Kreis und in der Defensive: Stefan Lütscher (hier noch im Dress von Einsiedeln).