Lakers-1.jpg

Am Ende ein gewonnener Punkt

Als Dominic Schwander eine Minute vor Schluss beim Stand von 28:27 für Chênois an Bastien Soullier scheiterte, schienen die Gäste die lange Heimreise mit leeren Händen antreten zu müssen. Doch mit einer offensiven Verteidigung machten sie den Romands das Leben schwer. Schliesslich stand Kreisläufer William Trindade Rückraumspieler Adrien Molinié so unglücklich im Weg, dass der Routinier neben das Tor schoss. So kamen die Gelbschwarzen 17 Sekunden vor Schluss nochmals in Ballbesitz und nahmen sofort ein Time-out. Die beiden U19-Nationalspieler Stäfas betätigten sich als Zauberlehrlinge. Laurin Rinderknecht lancierte Noam Leopold, der mittels Flieger den Ausgleich erzielte. Der vermeintliche Siegtreffer durch Adnan Sivic vom Anspielpunkt zählte nicht, weil der Linkshänder dabei einen Schritt ausgeführt hatte. So feierten die Stäfner einen späten Punktgewinn.

«Ich bin sehr zufrieden, wie die Jungs bis zum Schluss gekämpft und daran geglaubt haben. Am Ende hatten wir auch etwas Glück», sagte Stäfas Assistenztrainer Mike Felder. Ein erstes Spiel sei nie einfach, hinzugekommen sei die ungewohnt lange Anreise. «Und Chênois ist um einiges besser als letzte Saison.» In einigen Situationen konnten die jungen Stäfner ihre mangelnde Routine nicht verbergen. So unterliefen ihnen etwas zu viele unnötige Fehler. «Unsere Deckung stand aber stabil und in Angriff lief es auch ordentlich», bilanzierte Felder.

Mehrfach hatten die Gäste zwei, drei Tore vorgelegt, sich dieses Polster aber immer wieder nehmen lassen. Nicht aus dem Konzept brachte sie der umstrittene Platzverweis von Moritz Bächtiger. «Wir haben auf der Bank genügend Spieler, die auf einen Einsatz brennen», strich Felder die Breite des Kaders hervor, welche sich genau in solchen Situationen bezahlt macht.

Für die Stäfner geht es nun Schlag auf Schlag. Am Mittwoch reisen sie nach Siggenthal zur 1. Hauptrunde im Schweizer Cup. Am nächsten Samstag bestreiten sie gegen Birsfelden, das Stans zum Auftakt 28:30 unterlag, ihr erstes Heimspiel der Saison.

Telegramm
NLB: Chênois - Handball Stäfa 28:28 (14:14)
Sous-Moulin. 110 Zuschauer. SR: Joss/Ouardani. - Torfolge: 0:2, 2:2, 3:4, 5:5, 5:8, 9:8, 9:10, 13:12, 14:14; 15:16, 18:18, 20:19, 21:23, 24:24, 27:25, 27:27, 28:27, 28:28. - Strafen: je 5-mal 2 Minuten plus Rote Karte (ohne Bericht) Bächtiger (20.). - Stäfa: Murbach (6 Paraden)/Frei (3); Kägi, Bächtiger, Schmidt, Ardielli (1/1), Maag (5), Vernier, Schwander (6), Nishida, Lukas von Dach, Stocker, Rinderknecht (2), Leopold (8/2), Zimmermann (1), Barth (5). - Bemerkungen: Stäfa ohne Affentranger (verletzt) und Lütscher (abwesend). Time-outs: Chênois (22./9:10, 43./21:21, 60./28:27); Stäfa (20./9:8, 46./21:23, 60./28:27). 7. Murbach hält Penalty von Molinié (1:2). 32. Frei hält Penalty von Van Baar (14:15). 48. Leopold wirft Penalty an den Pfosten (23:24). 51. Leopold wirft Penalty daneben (26:25).

 

2021 Chenois Flieger

Mittels Flieger gleicht Noam Leopold 11 Sekunden vor Schluss zum 28:28 aus.

2021 Chenois Mauer

Vom Anspielkreis trifft Adnan Sivic im zweiten Anlauf nicht mehr.