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Dezimiert Ungeschlagenheit gewahrt

Ein dezimiertes Stäfner NLB-Team erkämpft sich beim 26:26 in Solothurn das zweite Remis der Saison.

Gut sechs Minuten vor Schluss traf Laurin Rinderknecht in der CIS-Halle zum 25:23. Danach brachten die jungen Gäste, welche ohne Linkshänder im rechten Rückraum auskommen mussten – Schwander musste krank passen – aber nur noch ein Tor zustande. Dies ermöglichte den routinierteren Solothurnern drei Minuten später mit 26:25 die Führung zu übernehmen, Kreisläufer Roland Szabo verwandelte einen Abpraller von Patrick Murbach, der in der Schlussphase eine Abwehrquote von 50 Prozent erreichte. Rinderknecht sorgte für den Ausgleich, verpasste aber 30 Sekunden vor der Sirene mit einem Schlenzer das 27. Tor. Da die Stäfner den letzten Wurf von Amer Zildzic blockten, blieb ihnen ein Punkt und die Ungeschlagenheit in der noch jungen Saison.

Angesichts der Ausfälle, neben Schwander fehlte auch der ebenfalls erkrankte Noam Leopold, war es ein gewonnener Punkt. Zumal die Seebuben nach knapp einer Viertelstunde auch noch Lukas Maag verloren. Der Captain erhielt bei einem Wurfversuch einen Schlag in die Rippengegend und konnte nicht mehr weitertun. So lastete die Verantwortung im Rückraum auf den Schultern des 21-jährigen Cédric Zimmermann und den drei Teenagern Moritz Bächtiger, Fadri Kägi und Laurin Rinderknecht. Letzterer avancierte mit sieben Treffern aus elf Versuchen zum besten Werfer der Gelbschwarzen. «Wir haben in der Abwehr alles reingeworfen und im Angriff sehr diszipliniert mit viel Tempo gespielt. So konnten wir uns diesen Punkt ergattern», sagte der U19-Nationalspieler.

Ein eindrückliches Debüt gab am linken Flügel Linard Martis, der in der vergangenen Saison noch bei den U17-Junioren gespielt hatte. Ihm gelangen nicht bloss zwei Gegenstosstore ohne Fehlversuch, er hielt als Verteidiger mit Nikola Isailovic einen gestandenen NLA-Spieler in Schach, dem aus neun Würfen bloss zwei Tore gelangen. (db)

Telegramm
NLB: Solothurn - Handball Stäfa 26:26 (12:9)
CIS. 100 Zuschauer. SR: Kappler/Zürcher. – Torfolge: 0:2, 6:4, 7:6, 10:6, 12:9; 14:15, 17:17, 17:19, 19:21, 22:21, 22:23, 23:25, 26:25, 26:26. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Solothurn, 3-mal 2 Minuten gegen Stäfa. – Stäfa: Frei (11 Paraden)/Murbach (5); Kägi (1/1), Bächtiger (3), Lütscher, Schmidt (1), Ardielli (6/4), Maag (1), Vernier (1), Nishida, Stocker, Rinderknecht (7), Zimmermann (4), Barth, Martis (2). – Bemerkungen: Stäfa ohne Affentranger (verletzt), Schwander und Leopold (beide krank). 14. Maag fällt verletzt aus. NLB-Debüt von Linard Martis (Jahrgang 2003). Time-outs: Solothurn (30./12:9, 37./14:14, 60./26:26); Stäfa (22./8:6, 54./23:24, 60./26:26). 44. Pfister hält Penalty von Ardielli, der im Nachschuss zum 19:21 trifft. 45. Pfister hält Penalty von Ardielli (20:21).

2021 Solothurn a1

2021 Solothurn a2