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Im Cup Abwehrschlacht gewonnen

Stäfa setzt sich im Cup-Sechzehntelfinal gegen Ligakonkurrent Fortitudo Gossau 21:20 durch.

Nie lag eine Mannschaft mit mehr als zwei Toren in Front. «Es war ein richtiger Cup-Fight», meinte der Ex-Stäfner Jonas Mächler. Der Gossauer Kreisläufer sah «eigentlich keinen Unterschied zwischen den beiden Teams, ausser dass Stäfa ein Tor mehr erzielt hat».

Dabei waren die Einheimischen mit einer extrem jungen Equipe angetreten. Im Vergleich zur Meisterschaftsrunde am Wochenende hatten die Stäfner drei weitere Ausfälle zu beklagen. In die Bresche sprangen – ohne gross abzufallen – U19-Junioren. Linard Martis hatte bereits in Solothurn debütiert, Luc Honegger sowie Leander Zeller taten es nun eben im Cup-Sechzehntelfinal und avancierten beide zu Torschützen. 14 der 16 Spieler im Aufgebot entstammen der Stäfner Nachwuchsabteilung.

«Anfangen zu konzentrieren, aufwachen jetzt», hallte der Ruf von Stäfas Coach Philipp Seitle in der Startphase durch die Frohberg-Halle. Die Gäste aus Gossau waren in der Verteidigung aggressiv gestartet, gepusht vom Österreicher Clemens Gangl. Nur langsam fanden die Gelbschwarzen den Tritt. Im achten Angriff nach sieben Minuten gelang Moritz Bächtiger der erste Treffer zum 1:2. Dank einer soliden Defensivleistung blieben die Seebuben in Tuchfühlung und gingen in der 18. Minute durch Cédric Zimmermann zum 6:5 gar erstmals in Führung.

Die Rote Karte, welche sich Lukas Osterwalder beim Stand von 16:17 eine Viertelstunde vor Schluss einhandelte, brachte den Stäfnern keinen Vorteil. In der zweiminütigen Überzahl blieben sie selbst ohne Torerfolg, nein, sie mussten gar einen Gegentreffer einstecken. Doch ein Doppelschlag von Martis brachte wieder den Ausgleich.

In der 56. Minute brachte Zeller die Gastgeber 21:20 in Front. Es sollte bereits der letzte Treffer der Partie gewesen sein. Denn Lucius Graf verschoss seinen Penalty, Goalie Gabor Busa warf am leeren Tor vorbei. In der Schlussminute scheiterte Cédric Zimmermann freistehend an Busa und Graf vergab die letzte Ausgleichchance.

«Ich bin mächtig stolz auf die junge Truppe», sagte Seitle. Die Junioren hätten sich das Aufgebot durch gute Trainingsleistungen verdient und letztlich auf dem Platz auch gerechtfertigt.

Telegramm
Schweizer Cup, 1/16-Final: Handball Stäfa (NLB) - Fortitudo Gossau (NLB) 21:20 (9:9)
Frohberg. 150 Zuschauer. SR: Baumann/Nasseri-Rad. - Torfolge: 0:2, 1:3, 3:3, 4:5, 6:5, 7:8, 9:9; 9:11, 13:11, 13:14, 16:15, 16:18 (47.), 18:18, 19:20, 21:20. - Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Stäfa, 2-mal 2 Minuten plus Rote Karte Osterwalder (45.) gegen Gossau. - Stäfa: Murbach (11 Paraden)/Frei (7); Bächtiger (1), Schmidt, Ardielli (4/1), Linus von Dach, Vernier (1), Lukas von Dach, Nishida (1), Honegger (1), Martis (4), Zeller (2), Stocker (1), Rinderknecht (2), Zimmermann (3), Barth, (1). - Bemerkungen: Stäfa ohne Affentranger, Maag, Kägi (alle verletzt), Leopold, Schwander (beide krank) und Lütscher (abwesend). Time-outs: Stäfa (48./16:18); Gossau (24./7:6, 60./21:20). 37. Ardielli wirft Penalty an den Pfosten (13:12). 58. Graf wirft Penalty darüber (21:20).

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