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An Gästegoalie gescheitert

Am Mittwoch trafen sich auf dem Frohberg die 2.-Liga-Handballer von Handball Stäfa und der SG Wetzikon. Die Stäfner wollten unbedingt punkten, um ihre Abstiegssorgen vergessen zu machen. Einen Strich durch die Rechnung machte ihnen dabei die Verletzungshexe. Gegen Ende der langen Saison müssen die Gelb-Schwarzen auf viele Stammkräfte verzichten. Ergänzt wurde der Kader von Cheftrainer Thomas Gschwend durch Spieler aus der U19-Juniorenabteilung und mit Dominic Schwander stand auch ein junger Spieler des NLB-Teams im Aufgebot. Der Stäfner Kader war also durchaus vielversprechend aufgestellt, doch hatte in dieser Zusammensetzung noch nie zusammen trainiert, geschweige denn gespielt.
Der Beginn der Partie gestaltete sich offen. Beide Verteidigungsreihen hatten Mühe mit dem gegnerischen Angriffsspiel und so konnte sich kein Team absetzen. Die Abwehr des Heimteams fing sich zuerst, was eine 11:8-Führung für die Stäfner bedeutete. Adrian Wilhelm, der Coach der Wetziker, war zu einem Time-out gezwungen. Nach dieser Auszeit vermochten die Gäste wieder heranzukommen und sogar auszugleichen. Thomas Gschwend legte seinerseits die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch und versuchte das Stäfner Spiel nochmals zu lancieren. Mit dem sehr knappen Vorsprung von 16:15 konnten die Stäfner in die Pause gehen. Speziell die Angriffsleistung überzeugte in der ersten Halbzeit.
Nach der Pause agierten die Stäfner mit einer offensiveren Deckung, um die Kreise der beiden besten Wetziker Silvano Radeck und Jonas Renner zu stören. Diese Massnahme fruchtete und so bissen sich die Zürcher Oberländer ein ums andere Mal die Zähne an der Defensive der Seebuben aus.
Doch die Stäfner konnten daraus kein Kapital schlagen. Ihr Bezwinger an diesem an diesem Tag hatte einen Namen: Miro Teufer. Der Wetziker Keeper wurde in der zweiten Hälfte eingewechselt und hielt seinen Kasten lange sauber. In 15 Minuten konnten ihn die Stäfner nur zweimal überwinden. Am Ende des Spiels konnte er sich eine Fangquote von knapp 60% notieren lassen, ein Weltklasse-Wert.
So konnten sich die Wetziker trotz der stärkeren Stäfner Defensive langsam absetzen. Am Ende des Spiels stand 23:27 aus Stäfner Sicht auf der Anzeigetafel. Doch die Stäfner haben über weite Strecken des Spiels eine sehr solide Leistung gezeigt. Das neu geformte Team wird in den kommenden Spielen sicherlich immer besser in die Gänge kommen und sein Zusammenspiel finden. Aus den kommenden vier Partien müssen die Seebuben noch vier Punkte holen, um sicher mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Die nächste Chance auf Punkte bietet sich den Stäfnern am Samstag 14.03.20 um 16:30 Uhr in Meilen. Dort laden die Meilemer zum Seederby. Der HC TSV Meilen hat in dieser Saison gute Chancen sein über Jahrunderte gehegtes Ziel, am Ende der Saison vor Stäfa platziert zu sein, zu erreichen. Doch die Stäfner wollen das den Bezirkshauptörtlern mit einem starken Schlussspurt in den verbleibenden Partien natürlich so schwer wie möglich machen. 

Autor: Florian Mörgeli

1920 ZweiClaudio Meier