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Endlich wieder Handball - und erst noch zwei Punkte

Für die Herren der 2. Liga von Handball Stäfa war der Samstag, 10. September, ein Freudentag. Nach knapp einem Jahr durften sie wieder in den Matchdress steigen und ein Meisterschaftsspiel bestreiten. Nach ihrem letzten Ernstkampf am 20.10.2021 wurde die Handballsaison bekanntlich abgebrochen - und wie für ganz viele Menschen auf der Welt begann auch für die Seebuben eine lange Wartezeit. Ohne Ernstkämpfe, ohne Trainings, ohne Handball. Für die handballverrückte Truppe um Trainer Gese Geschwend eine trostlose Zeit. Doch nun war es so weit und endlich konnte eine neue Meisterschaft angepfiffen werden.

Die Stäfner empfingen den HC Rüti Rapperswil-Jona. Die beiden Teams kannten sich bestens. In der Vorbereitung auf die Saison unterstützte man sich gegenseitig, indem man zwei Testspiele gegeneinander bestritt. Ein Spiel unter Freunden also. Aber Auf dem Handballfeld schenkt man sich bekanntlich nichts und so traten beide Teams hochmotiviert an. Die Ausgangslage für beide Teams war unterschiedlich. Die Equipe der Seebuben, welche die Saison 20/21 ungeschlagen beendet hatte, blieb trotz Corona zusammen und konnte sogar noch mit einigen jungen Wilden ergänzt werden. Ihr Ziel ist es, um die oberen Tabellenplätze mitzuspielen. Der HC Rüti Rapperswil-Jona ist neu in die 2. Liga aufgestiegen und muss sich in dieser erst noch beweisen.

Zu Beginn des Spiels konnten die Gastgeber dann auch gleich in Führung gehen. Dank einer soliden Deckung und schnellem Spiel setzten sich Gelb-Schwarzen in den ersten Minuten ab. Es sollte eine Führung sein, die sie über die gesamte Spielzeit nicht mehr abgeben sollten. Für das Stäfner Spiel bewährte sich, dass Trainerfuchs Gschwend während den Vorbereitungsspielen noch nicht alle Tricks verraten hatte. So deckte das Heimteam in einer defensiveren Variante als noch während der Vorbereitung und zeigte im Angriff neue Spielzüge, welche oftmals erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Die Gäste ihrerseits hielten tapfer dagegen, konnten das hohe Tempo der Stäfner aber nicht immer mitgehen. So stand es zur Pause folgerichtig 13:8. Gänzlich zufrieden war Gschwend aber noch nicht mit seiner Truppe. Während seiner Pausenansprache fand er deutliche Worte. Die Abwehr sollte verbessert werden und die Chancenauswertung deutlich verbessert werden.

Nach Anpfiff der zweiten Halbzeit gingen die Stäfner deshalb erneut beherzt ans Werk und konnten die Führung stetig ausbauen. Man war nun konsequenter im Abschluss und konnte dank einer starken Abwehr schnelle Konter fahren und so einfache Tore erzielen. Über den Ausgang des Spiels bestand schon früh kein Zweifel mehr, obschon sich die Gäste nach Kräften wehrten. Mit der Schusssirene erzielte der Stäfner Captain Andy Kiener das 30:20. Ein Resultat, welches das Spiel gut widerspiegelt.

Eine erfolgreiche Auftaktpartie für Handball Stäfa also, in welcher neben den routinierten Spielern mit Lukas Rüedi und Emanuel Berli auch zwei ganz Junge debütierten und für Furore sorgten. Niemand kann nun sagen, ob, in welcher Form oder mit welchen Auflagen die Saison zu Ende gespielt werden kann. Die Stäfner freuen sich nun einfach darüber, ihr liebstes Hobby wieder ausüben zu dürfen und am Samstagabend mit vom Harz verklebten Fingern auf einen Sieg anstossen zu können.

Autor: Florian Mörgeli 

2122 Zwei AndyKiener klein

Captain Andy Kiener traf zum 30:20-Schlussstand.