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S'Zwei kämpft gegen Negativspirale

Die 2.Liga-Handballer des HC GS Stäfa sehen sich nach den starken Auftritten im Dezember 2019 seit einiger Zeit mit negativen Resultaten konfrontiert. Gründe dafür sind sicherlich viele langzeitverletzte Leistungsträger wie Reto Gollob, Simon Locher oder Florian Sijacic. Doch dies lässt der Stäfner Coach Thomas Gschwend nicht als Ausrede gelten: «Auch ohne diese Spieler haben wir das Potential im Kader, um Spiele zu gewinnen.»
Vor allem die Angriffsleistung der Stäfner liess in den letzten Spielen zu wünschen übrig. Gegen Uster brachten die Seebuben in einer Halbzeit gerade mal drei Tore zu Stande. «Ungaublich!», kommentierte Thomas Gschwend «so etwas habe ich in meiner langen Laufbahn als Trainer noch nie erlebt.» Die desolate Angriffsleistung lud die Ustermer zu einem lockeren Sieg ein. 29:17 lautete das klare Schlussresultat.
Das nächste Spiel bestritten die Seebuben gegen Grün-Weiss Effretikon. Der direkte Konkurrent in der Tabelle überzeugte auf dem Frohberg mit einfachem, konsequentem Handball, während die Stäfner ihrerseits ihre gewohnte Leistung wiederum nicht abrufen konnten. Sie traten verunsichert auf. Dies manifestierte sich in schwachen Abschlüssen und einer wackeligen Defensive. Die Effretiker nahmen nach einem 31:27 Sieg beide Punkte mit nach Hause.
Nach diesen Niederlagen wurden die Stäfner in der Tabelle nach hinten gereicht und befinden sich nun nur noch vier Punkte vor den Abstiegsplätzen. Der Abstiegskampf musste lanciert werden.
Mit einer enorm jungen Truppe traten Gelb-Schwarzen zum Seederby gegen die Übermannschaft aus Küsnacht an. Eine Mannschaft, welche bekanntlich gespickt ist mit ehemaligen Nationalligaspielern, Ivan Ursic beispielsweise, welcher nicht nur 195 Mal das Nationalmannschafts-Trikot trug, sondern auch in der Bundesliga spielte und mit dem HSV Hamburg den Europapokal der Pokalsieger errang. Gegen diese Mannschaft war für die Stäfner natürlich nichts zu holen. Man nutzte das Spiel, um die jungen Spieler in die Mannschaft einzubauen und zurück zur Freude am Handball zu finden. Dieses Ziel erreichten die Stäfner mit Bravour. Dank einer engagierten Leistung in der Abwehr und attraktivem, schnellem Handball konnten die Stäfner dem Starensemble Paroli bieten und die zweite Halbzeit sogar Remis spielen. Nun hoffen die Stäfner, dass sie in den kommenden Spielen diese Leitung wieder abrufen können. Denn im Abstiegskampf muss man mit breiter Brust auftreten.
Autor: Florian Mörgeli